Christian Schmid
Nur die allergrössten Kälber wählen ihren Metzger selber
Unsere Tiere in der Sprache
Cosmos Verlag
Alle Rechte vorbehalten
© 2021 by Cosmos Verlag AG, Muri bei Bern
Lektorat: Roland Schärer
Umschlag: Stephan Bundi, Boll
Satz und Druck: Merkur Druck AG, Langenthal
Einband: Schumacher AG, Schmitten
ISBN 978-3-305-00500-0
eISBN 978-3-305-00501-7
Das Bundesamt für Kultur unterstützt
den Cosmos Verlag mit einem Förderbeitrag
für die Jahre 2021–2024
Inhalt
Die Kuh in Wörtern und Redensarten
Stier und Ochse in Wörtern und Redensarten
Ross und andere Freundlichkeiten
Das Pferd in Wörtern und Redensarten
Sau und Schwein in derber Sprache
Sau und Schwein in Schimpfwörtern
Sau und Schwein in Redensarten
Hunde der Herren, Hunde der Untertanen
Der Hund in Wörtern und Redensarten
Vom Katzenkopf zum Katzelmacher
Vorwort
Seit Jahrtausenden brauchen wir unsere Nutz- und Haustiere. Sie arbeiten für uns, wenn wir auf ihnen reiten, wenn sie für uns Lasten tragen oder ziehen, wenn sie für uns Maschinen antreiben, wenn wir mit ihnen jagen, wenn sie uns mit ihren Kämpfen unterhalten. Sie sind für uns da, wenn sie uns warm geben und wir uns in ihrer Nähe weniger einsam oder sicherer fühlen. Sie liefern uns als lebende Tiere Produkte, die wir essen können: Eier und Milch. Mit ihrem Mist düngen wir unsere Felder. Wir schlachten sie, essen ihr Fleisch, verarbeiten ihre Häute zu Leder, benützen ihre Federn und Haare als Isoliermaterial oder Schmuck und verkochen ihre Knochen zu Leim. Dennoch ist unser Umgang mit ihnen fragwürdig: es fällt uns schwer, ihnen Rechte zuzugestehen. In der modernen industrialisierten Landwirtschaft, die so billig wie möglich produzieren will, behandeln wir viele von ihnen sehr schlecht und gönnen ihnen als hochgezüchtete Massenware nur eine kurze Lebenszeit. Für Nutztiere ist das Leben mit dem Menschen schwierig und oft schrecklich. Kuscheltiere werden hingegen nicht selten so verwöhnt und gehätschelt, dass sie abnorme