Sie hält inne, als erwarte sie ein zustimmendes Wort. Keiner spricht es.
„Eins ist mir jetzt zur Gewissheit geworden. Alfred muss von dieser Person loskommen. Sie verweichlicht und verwöhnt ihn auf unverantwortliche Weise.“
„Was gedenken Sie mit dem armen Jungen denn zu tun?“ fragt endlich Frau Niebert.
„Ich habe bereits an seinen Vormund, meinen Schwager Berg in Berlin, geschrieben. Wenn er auf meinen Vorschlag eingeht, so gebe ich ihn in eine gute Anstalt. Aber davon darf sie nichts wissen — um Gottes willen nicht, meine Herrschaften. Sie hat einen Hass auf diese Anstalten wie alle halbgebildeten Leute, besonders seitdem sie in der einen ein Jahr lang als Wärterin gewesen ist. Nun, was ich später tue, geht sie ja auch nichts mehr an, dann möchten ihre „Rechte“ wohl endlich verlöscht sein! Eine bezahlte Pflegerin — und heilige Rechte! Was sagen Sie nur dazu?“
„Dass sie recht hat.“
Gerda hat es ganz ruhig, aber auch ganz bestimmt gesagt. Bolkow lächelt ihr zustimmend zu.
„Sie vergessen vielleicht, Frau von Türck,“ wendet er sich dann in seiner ernst-kühlen Art an die Freifrau, „dass die Aufopferung dieser Person für Ihr krankes Kind, die schweren Dienste, die sie unermüdlich tut, dass die allerdings Rechte verleihen. Doch verzeihen Sie, dass ich Ihnen, zwecklos genug, eine Meinung aufdränge, die Sie nicht teilen, vielleicht nicht einmal verstehen können. — Sie hatten bereits nach dem Essen Lust zu einer kleinen Strandwanderung, gnädiges Fräulein,“ wendet er sich dann zu Gerda. „Wenn es Ihnen recht ist, machen wir sie jetzt zusammen.“
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