»Das Kapital, um welches es sich handelt, beträgt nach preußischem Gelde vierzigtausend Thaler – für mich ein Vermögen. Nun bin ich in Wahrheit nicht geldgierig, Herr Oberst, und ich würde dem verlorenen Posten keine Thräne nachweinen und keine Hand rühren, ihn wieder zu gewinnen, wenn die Verhältnisse anders lägen. Aber der Gedanke, daß der Ehrlose, der meinen Vater ins Verderben gestürzt, zu Reichtum gekommen, ohne seiner Pflichten zu gedenken, empörte mich so, daß ich mich rasch entschloß, ihm auf eigne Faust das erstohlene Kapital wieder abzujagen. Ich will ehrlich sein, Herr Oberst, und zugestehen, daß auch das Romantische und Abenteuerliche mich lockte. Ich 39 that meine Pflicht im Geschäft, aber ich war doch nur gezwungen Kaufmann. Ich sehnte mich mit allen Fibern in die Welt hinaus – ich lechzte nach Abwechslung. Noch ein drittes kam hinzu. Mein Vater hatte Schulden hinterlassen. Wir hatten sie bisher nicht bezahlen können, doch es drängte mich, auf der Ehre unsers Namens keinen Flecken zu wissen. So zog ich denn in die Weite. Mein Chef streckte mir, obschon er mich thöricht nannte und meinen Plan belächelte, bereitwillig das nötige Reisegeld vor – und ich reiste ab. Ich wußte nichts weiter, als daß die Silberminen der Hallstädts in der Provinz Potosi liegen sollten – und dorthin wollte ich mich von meinem Führer geleiten lassen« . . . 40
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