Der Kurier des Kaisers. Fedor von Zobeltitz. Читать онлайн. Newlib. NEWLIB.NET

Автор: Fedor von Zobeltitz
Издательство: Bookwire
Серия:
Жанр произведения: Языкознание
Год издания: 0
isbn: 9783754182109
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Hallstädt hatte hier in Mexiko einen Vetter gleichen Namens gefunden, dem es gelungen war, sich durch eine Heirat mit einer reichen Spanierin aus seiner verkrachten Existenz wieder zu regelrechtem Erwerb aufzuraffen. Die beiden Vettern verbanden sich zum Zwecke der Ausbeutung umfangreicher Silberminen, deren Terrain sie erworben hatten, und sollen dabei zu großem Vermögen gekommen sein. Mazzini riet nun meinem Vater, selbst nach Mexiko zu reisen, um sich von dem ungetreuen Freunde das erstohlene Geld zurückzuholen, und gab ihm zu diesem Zwecke jenen Brief an den ihm befreundeten Juarez, der damals noch Präsident von Mexiko war. Die Krankheit, die meinen Vater rasch dem Tode entgegenführte, verhinderte die Ausführung – meine Mutter aber mochte fürchten, daß ich die Mission übernehmen und ihr dann gleichfalls verloren gehen würde – und so sprach sie mir erst in ihren letzten Stunden davon.

      »Das Kapital, um welches es sich handelt, beträgt nach preußischem Gelde vierzigtausend Thaler – für mich ein Vermögen. Nun bin ich in Wahrheit nicht geldgierig, Herr Oberst, und ich würde dem verlorenen Posten keine Thräne nachweinen und keine Hand rühren, ihn wieder zu gewinnen, wenn die Verhältnisse anders lägen. Aber der Gedanke, daß der Ehrlose, der meinen Vater ins Verderben gestürzt, zu Reichtum gekommen, ohne seiner Pflichten zu gedenken, empörte mich so, daß ich mich rasch entschloß, ihm auf eigne Faust das erstohlene Kapital wieder abzujagen. Ich will ehrlich sein, Herr Oberst, und zugestehen, daß auch das Romantische und Abenteuerliche mich lockte. Ich 39 that meine Pflicht im Geschäft, aber ich war doch nur gezwungen Kaufmann. Ich sehnte mich mit allen Fibern in die Welt hinaus – ich lechzte nach Abwechslung. Noch ein drittes kam hinzu. Mein Vater hatte Schulden hinterlassen. Wir hatten sie bisher nicht bezahlen können, doch es drängte mich, auf der Ehre unsers Namens keinen Flecken zu wissen. So zog ich denn in die Weite. Mein Chef streckte mir, obschon er mich thöricht nannte und meinen Plan belächelte, bereitwillig das nötige Reisegeld vor – und ich reiste ab. Ich wußte nichts weiter, als daß die Silberminen der Hallstädts in der Provinz Potosi liegen sollten – und dorthin wollte ich mich von meinem Führer geleiten lassen« . . . 40

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