Günter Lebuen
Miese Machenschaften
Tatort Schule
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Inhaltsverzeichnis
1. Kapitel
Eine solche Nachricht am frühen Morgen und das noch auf fast nüchternem Magen!
Kaum hatte ich das Lehrerzimmer der Willy-Brandt-Realschule in Dülmen betreten, da stürzte schon mein Kollege Karl Freitag auf mich zu:
„Du wirst es kaum glauben, was mir gerade der Chef mitgeteilt hat. Dein alter Studienfreund Hans Martens ist tot. Genaueres weiß Herr Heisterhagen auch noch nicht.
Er hat heute Morgen zufälliger Weise mit dem Kollegen der Bertolt-Brecht-Realschule, Herrn Hartmann, in Recklinghausen wegen einer Personalangelegenheit telefoniert.
Bei dieser Gelegenheit hat er von dieser traurigen Nachricht erfahren.
Es spräche wohl alles für eine Selbsttötung. Er soll sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch vor einen Zug geworfen haben.“
Hans Martens tot? Und dann noch Selbstmord? Das schien mir unbegreiflich. Unfassbar!
Ich kannte Hans schon seit mehr als zwanzig Jahren. Wir hatten zusammen in Münster studiert. Ich Germanistik und Geschichte, er Germanistik und Theologie.
Nach der ersten Staatsprüfung für das Lehramt waren wir sowohl im gleichen Studienseminar als auch im Fachseminar in Recklinghausen.
Einmal im Jahr trafen wir uns auf den Personalversammlungen. Zudem traf ich ihn des Öfteren, da ich Fachleiter am Studienseminar Recklinghausen für das Fach Deutsch war, bei Besuchen an seiner vorigen Schule in Haltern.
So hatte ich ihn noch vorige Woche in Telgte bei der Personalversammlung getroffen.