Die Vorbereitung
Seit einigen Jahrzehnten war die Fa. Franz Kirchfeld und Co. KG auf dem Gebiet des Anlagenbaus tätig. Die Firma wurde 1955 in Düsseldorf gegründet vom gleichnamigen langjährigen Inhaber Dr. Franz Kirchfeld. Die etwa 40 bis 50 Mitarbeiter waren verantwortlich für Engineering, Beschaffung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von schlüsselfertigen Anlagen auf dem Gebiet der Lebensmittelindustrie. So entstehen unter Leitung und Federführung von hochqualifizierten Fachleuten auf den Gebieten der Fleischbe- und -verarbeitung, der Milchwirtschaft, der Obst- und Gemüseverarbeitung und im Brauereiwesen die erforderlichen Projektierungsunterlagen für die weitere Realisierung der Projekte. Parallel dazu existierte noch eine Hauptabteilung zur Erstellung von Anlagen für die Herstellung von Speiseöl.
Die Medien für die erforderlichen Hilfsprozesse wurden ebenfalls projektiert und realisiert. Die technologischen Anlagen, ob für Fleisch, Milch oder die Obst- und Gemüseverarbeitung benötigten in der Regel Kalt- und Warmwasser, Dampf, Druckluft, Kühlung und Elektroanschlüsse. Oft wurden Wasseraufbereitungs- und Abwasserreinigungsanlagen mitgeliefert. Unsere Lieferungen beinhalteten meist auch die Baukörper selbst. Lediglich das Fundament mit der Grundplatte wurde durch den Kunden erstellt. Speziell nach Russland wurden zwischen 1990 und 1998 insgesamt 13 Anlagen geliefert für die Herstellung von Fleisch- und Wursterzeugnissen und Milch sowie Milchprodukte wie Butter, Sahne und Joghurt etc. Darüber hinaus lieferte F.K. zwei komplett eingerichtete Containeranlagen für Schlachtung und Fleischverarbeitung. Die größeren Anlagen bestanden aus den Produktionsgebäuden für Fleisch (teilweise auch für Milch) und aus den Gebäuden für die Hilfsprozesse mit den Kälteanlagen, die Wärme- und Drucklufterzeugung und die Abwasseraufbereitungsanlage.
Schulung am Wurstfüllautomat
Der Wertumfang für Projektierung, Lieferung, Montage (als Chefmontage) und Inbetriebnahme einschließlich Schulung betrug ca. 5 – 10 Mio. DM. Für diesen monetären Umfang muss man doch recht viel Frachtraum füllen. Die Fracht umfasste etwa 15 – 20 Stück 10-Fuß- bzw. 20-Fuß-Container. Dafür musste adäquat entsprechend viel Blatt Papier in der Projektdokumentation vollgeschrieben werden. Diese wurden vom Chefmonteur im Fahrzeug mitgenommen, damit sie für die Montage vor Ort zur Verfügung standen. Teilweise 2 Exemplare, da eine komplette Dokumentation nochmals dem Kunden ausgehändigt wurde. Diese aufgereihten 2,5 m Ordner erregten oft den Argwohn des Zolles bei Grenzübertritten, da man diese mehreren Kartons voller Unterlagen schlechthin als Privatsachen deklarieren konnte. Hinzu kamen zur Ladung als Nichtprivatsachen Ersatzteile, die von den bereits fertiggestellten Anlagen angefordert wurden. Da der Montageeinsatz meist über einen Zeitraum von mind. 3 Monaten ging, führte ich entsprechend umfangreiche Privatsachen mit. Nicht nur das Bier in 5-Liter-Fässern und Kästen, auch Küchenausrüstungen wie Messer, Gewürze, Verpflegung einschließlich Süßigkeiten für den Zeitraum gehörten zur Ladung. Selbst Gummistopfen für den Waschbeckenablauf waren in meiner Waschtasche zu finden. Um den Argwohn des Zolles an der Grenze nicht zu groß werden zu lassen, legte ich meine klar erkennbaren Privatsachen im Laderaum meines VW oben auf die Dokumentation und Ersatzteile drauf. Ganz oben, auf allem lag dann mein Rennrad, welches ich in Russland auf all meinen Baustellen gut gebrauchen konnte. Auch die mitgeführten 4-5 Ersatzreifen, davon 2 komplett mit Felge, fielen dem Zoll zuerst ins Auge beim Öffnen der Hecktür zwecks Kontrolle. Aber nicht immer kam ich ungeschoren davon. Manche Grenzkontrollen dauerten trotzdem bis zu 6 Stunden.
Baustellenfahrzeug
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